About this Blog

„Der Eingang zum Kaninchenbau lief erst geradeaus, wie ein Tunnel, und ging dann plötzlich abwärts; ehe Alice noch den Gedanken fassen konnte, sich schnell festzuhalten, fühlte sie schon, dass sie fiel, wie es schien, in einen tiefen, tiefen Brunnen.“

L. Carroll, Alice im Wunderland

Meine Lieben,

ich heiße euch herzlich willkommen im Wunderland.
Wie und warum auch immer ihr den Weg hierher gefunden habt – ihr werdet es nicht bereuen, dem weißen Kaninchen gefolgt zu sein. Denn was ihr hier finden werdet, ist mehr als nur die Geschichte einer jungen Frau, die Fifty Shades of Grey gelesen hat und jetzt ihre ersten Erfahrungen mit Peitschen niederschreibt.

Dieser Blog ist kein BDSM-Blog, sondern ein Blog über das Leben.

Wer bin ich?

Mein Name ist Lia Ophée.
Hier im Wunderland nenne ich mich Ophelia, ihr dürft aber gern Lia sagen – wie es euch beliebt. Geboren bin ich 1989 und ich lebe in einer deutschen Großstadt.
Die Vögel in meinem Twitter-Gefolge kennen mich unter vielen Namen, weil ich mich hier ein wenig an meinen Namensgeber, den guten Shakespeare halte:

„All the world’s a stage,
and all the men and women merely players.“

Ophelia, oder kurz Lia, verkörpert die innerste, devote Seite in mir, die sich hier im Wunderland, wie ich die Welt des BDSM nenne, zu Hause fühlt.
Tagsüber unterrichte ich Deutsch und bin alles andere als devot, weshalb mich mein Twitter-Gefolge als Frau O. kennt.
Frau O. hält bei Tage auf Twitter den #SinnvollerDeutschUnterricht – fühlt euch also frei, meinem Klassenzimmer dort beizutreten. Unterrichtet wird die #SchlagendeRhetorik, die #GrammatikfürMasochisten und ab und an frage ich mich #Warumsagtdaskeinermehr?
Frau O. verkörpert meine Alltagsdominanz und ja, auch meine wahrhaft dominante Seite, denn ich bin Switcher – wenn mir ein devoter Mann begegnet (oder eine Frau..), kann es passieren, dass Frau O. die Oberhand gewinnt und zur Gerte greift. Sie ist nicht erbarmungslos, sadistisch dominant – sie gewinnt ihre Lust in beißendem Sarkasmus, in gerechten Strafen und darin zu beobachten, wie ihre Untergebenen sich so lange winden, bis sie um Erlösung betteln…

Wenn ich es mir allerdings aussuchen könnte: den rauschartigen Ekstase-Zustand finde ich nur in der Unterwerfung.

Ihr werdet unter „My way – my story“ meine Geschichte lesen können. Wer beim ersten Beitrag anfängt, wird in meinem 25. Lebensjahr landen, als ich mein Leben komplett von vorn begann. Ich berichte von jeder Erfahrung, die ich machte, seit ich dem weißen Kaninchen folgte – dieser Neigung, die ich immer schon gespürt hatte und der ich endlich zu folgen beschlossen hatte. Dieser Weg war kein leichter. Er erzählt von Vorurteilen, Zweifeln und sehr schlechten Erfahrungen – genauso wie von rauschhaften Ekstasen, der Neuentdeckung von Kinks und endet schließlich mitten in der BDSM/Fetisch-Szene, bei Vorführungen auf Events, in Spielbeziehungen und dem Sinnieren über Licht und Schatten der Welt.

Mitten im Wunderland eben.

Doch wie gesagt ist das nicht alles, was dieser Blog zu bieten hat, wenngleich die Beiträge dieser Kategorie die persönlichsten sind und damit auch die Grundmauern bilden.

Mein oberstes Anliegen ist die Aufklärung – weshalb ich hier sowie auf Twitter ein offenes Buch bin für jeden, der Fragen hat. Ich berichte von Events, von der Szene und schreibe theoretische Texte über BDSM und all seine Facetten. Ich erzähle von meiner schwierigen Kindheit, oute mich als jemand, der bereits eine Trauma-Therapie hinter sich hat und gehe offen mit der Tatsache um, dass BDSM Trigger bietet genauso wie er heilend und befreiend sein kann. Ich erzähle davon, wie ich meine Panikattacken und das PTBS vor Jahren hinter mir ließ und wie BDSM dabei half, meinen Geist zu befreien und mir eine Form von Selbstvertrauen gab, die ich nie für möglich gehalten hätte.
Leider habe ich mehr als eine Erfahrung gemacht mit Männern, die hier im Wunderland als psychopathische Dämonen ihr Unwesen treiben und vor denen man sich hüten sollte – und ja, auch darüber schreibe ich. Besonders zeitnahe Erfahrungen führten dazu, dass ich mich hier besonders für Aufklärung und Warnung einsetzen möchte, vor allem für junge, unerfahrene Frauen.
Frauen, die Shades of Grey gelesen haben, ihre Neigung entdecken und dann an einen Dummdom geraten, der ihnen sagt, wie BDSM zu laufen hat. Das ist fatal. BDSM muss sich gut anfühlen, für beide. SSC ist hier das Stichwort. Ich stehe derzeit mit Frauen-Beratungsstellen in Kontakt und arbeite für mehr Offenheit und Entstigmatisierung.
Ich möchte also insgesamt, dass jene, die meinen Blog lesen, mit offenem Geist durch die Welt gehen und bereit für neuen Input sind.

Ansonsten findet ihr unter „Fantasien & Worte“ alles von Kopfkino bis Lyrik und wer einen Blick hinter die Kulissen werfen möchte, um mich näher kennen zu lernen, darf das Ophelianische Lexikon aufschlagen. Wer auch immer an irgendeiner Stelle Fragen hat oder mit mir in Kontakt treten möchte, der darf das hier tun.

Das mal vorab, meine Lieben. Den Rest müsst ihr selbst erkunden – aber ist es nicht gerade das Schöne am Wunderland, dass es eben für jeden etwas Spannendes zu bieten hat, der bereit ist, sich auf Neues einzulassen?

Gez.

Ophelia




„Alice, man darf sein Leben nicht nach anderen richten.
Du allein musst die Entscheidung fällen.“

 

8 Kommentare

  1. Liebe Lia,
    Danke für dieses Blog! Du machst wundervolle Aufklärungsarbeit. Ich habe noch nie so inspirierende Texte darüber gelesen. Ich habe Dich hier über Twitter gefunden und bin noch bei mite 2017 😉 Habe heute sogar für meinen vier sündigen Flug die artikel heruntergeladen und verschlungen. Mach weiter so! Ich finde es sehr wichtig zu erklären, dass bdsm selbstbestimmt ist.
    Liebste Grüße
    FvWelt

    Gefällt 2 Personen

    1. Wow, meine Liebe – ich danke dir!! Ehrt mich sehr, wenn ich höre, dass meine Texte extra runtergeladen werden. Schön zu hören, dass ich solche Leser habe und vor allem, dass es da draußen Menschen gibt, die so hinter dieser Sache stehen. Danke für die Rückmeldung und danke fürs Hiersein,… :))

      Gefällt 1 Person

  2. Liebe Lia,
    Ich weiß nicht wie ich es beschreiben soll ich finde mich in deinen Texten wieder. Auch wenn ich noch einen langen Weg vor mir habe mit der thrauma Therapie erst anfange aber ich versuch es. Ich danke dir für deine Texte

    Gefällt 2 Personen

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