What this story is about

Before I start: Es geht hier um Sex. Besser: um BDSM. Um das Leben. Und um noch mehr. Es gibt eine ganz faszinierende, fesselnde Verbindung zwischen BDSM und jenen Bereichen im Leben, die nichts ihm gemein haben – zumindest auf den ersten Blick. 

Literatur. Psychologie. Kunst. Geschichte. Und unzählige mehr. Ich hab angefangen, an der Oberfläche zu kratzen und bin lange nicht am Ziel. Nach einem Stück des Weges entwickelte ich das Bedürfnis, diese Erkenntnisse zu teilen. Mit wem auch immer. Wenn auch nur eine Person diesen Blog liest und etwas mitnimmt, bin ich zufrieden. Ist es ein Literaturklassiker aus dem 18. Jahrhundert, der zwischen den Zeilen von Spanking spricht, eine Alltagskonversation, die man plötzlich in völlig anderem Licht sieht, eine Episode aus dem Mittelalter, ein verkanntes Gemälde oder ein missinterpretierter Songtext. Oder sogar psychopathologische Schwierigkeiten, die gelöst werden wollen – mithilfe dieser einen bestimmten Art von Sex. I’ll show you. 

 Ich bin devot. Und ich liebe es. Die Schwierigkeit ist, dass es andere Dinge im Leben gibt, die einem in die Quere kommen können beim Ausleben dieser Art von Sex. Beim „Sein, wer man nun eben ist“. Die eigene Vergangenheit. Erfahrungen. Andere Menschen. Gedanken. Der eigene Körper. Whatever. 

Und doch – der Weg zum Kaninchenbau war schwer und hier im Wunderland ist nicht alles Gold, was weh tut. Aber so wie immer im Leben geht es eben darum, wie man mit Schwierigkeiten umgeht. 

Kurz zu mir. Random.

Ich bin 28. Habe ein Staatsexamen in den Geisteswissenschaften. Meine Mutter war schizophren, starb vor einem Jahr an ihrer Alkoholkrankheit. Mein Vater hat Krebs. Ich hatte jahrelang keinen Kontakt zu ihm, auch er hat getrunken. In meiner Kindheit und Jugend habe ich mich um meine Mutter gekümmert. Mein erstes Mal hatte ich mit 20 mit meinem ersten Freund, die Beziehung dauerte 4 Jahre. Seit vier Jahren wohne ich in einer deutschen Großstadt, habe mit 24 bei Null angefangen.

Männer und Sex.

Mein Leben lang war ich perfekt, habe mich um meine Mutter gekümmert und wusste nicht, wer ich bin und was ich eigentlich will. Aber:

Schon mit 15 habe ich in meinen Tagebüchern von Fantasien geschrieben, war hoffnungslos romantisch. Träumte von Cowboys, Rittern und Bad Boys. Ich hatte schon früh eine Schwäche für das offensichtlich Männliche. Für primitive, maskuline Männer, mit Ehrgefühl und Beschützerinstinkt. Die aber am Ende des Tages bei der richtigen Frau handzahm sind. Romantisches naives Mädchen. Ich wusste auch schon früh, dass ich einmal ein sexuell sehr aktiver Mensch werde – auch wenn ich es jahrelang nie ausgelebt habe. Streng genommen wusste ich noch nicht einmal, wovon ich sprach. Dennoch – ich wusste es schon immer, welche Rolle Sex in meinem Leben einmal spielen würde. Spielen wird.

Und so ging ich schließlich der dunklen Ahnung in mir nach. Spann den Gedanken an Plüschfesseln weiter, ohne zu ahnen, wo er enden würde. Tastete mich in Gedanken langsam aber sicher weiter vor in Richtung des Kaninchenbaus, der sich BDSM nennt.

BDSM und das Leben.

Ich werde meine Geschichte erzählen, ein Reisetagebuch schreiben über meinen Weg in diese Welt – aus meiner alten, sehr düsteren Welt heraus. Ja, ganz richtig gelesen. Für mich ist BDSM nicht mit düster konnotiert, sondern das, was vorher war. BDSM hat meine Welt erhellt, ein Strahlen in mein Leben gebracht, das mich hat durchatmen lassen.

Darüber hinaus werde ich von all den Beobachtungen berichten, die ich verzeichnen durfte. Von meinem Studium und all den Malen, die ich an der Uni und im Alltag, in der Nacht und am Tag, allein und in Gesellschaft auf BDSM stieß ohne ihn zu erwarten – bis ich schließlich meine Abschlussarbeit an der Uni über Masochismus und Literatur schrieb, weil mich seine Präsenz so staunen ließ.

Und schließlich werde ich meine Gedanken mit euch teilen. Meine Schlüsse, zu denen ich nach einigen Jahren in einer Gesellschaft gekommen bin, in der Menschen einem Zielbild nachjagen, das sie aus Hollywood kennen, statt auf ihre Intuition zu hören und das zu tun, was ihnen gut tut. Dazu später mehr.

So… Stay with me. I’m just getting started. 

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