Femdom à la O: Basics

Oder: Schon wieder die Sache mit den Grenzen

Nun denn, meine Lieben. Dann wollen wir doch mal einen Schritt weitergehen in der Reihe meiner Beiträge über Dominanz. Ehe ich jedoch endlich beginne, euch von meinem Hündchen zu erzählen, möchte ich die Gelegenheit nutzen, um auf einen mir ausgesprochen wichtigen Punkt einzugehen. Einen Punkt, dessen Wichtigkeit ich erst zur Gänze erkannt habe, als ich anfing zu switchen und die Medaille von der dominanten Seite betrachtete. 

 

Gefahren im Wunderland

Es ist ein Punkt, der eine Gefahr birgt, die ich für eine der größten in unserem herrlichen Wunderland halte. Zugleich eine, die mir selbst nie sonderlich gefährlich vorkam, weil ich zu jenen gehöre, die nicht allzu „anfällig“ sind. Nun, zumindest nicht in diesem Bereich – ich habe dafür andere, meine ganz eigenen und auch nicht gerade weniger gefährlichen Probleme. Aber nun zum Punkt:
Wenn ich devot bin, will ich mich fallen lassen. Will, dass ein anderer Mensch Kontrolle über mich hat – zumindest für einen bestimmten Zeitraum unter gewissen Voraussetzungen. Wenn ich hingegen dominant bin, übernehme ich diese Kontrolle und will, dass mein Gegenüber sich fallen lässt. Da ich selbst jemand bin, dem das Sich-fallen-lassen eher schwer als leicht fällt, erkannte ich die Gefahr lange Zeit nicht. Später dann, als ich erste Erfahrungen auf der anderen Seite sammelte, begriff ich. Sah ich Dinge, die mir zuvor verborgen waren. Ich beobachtete mein devotes Gegenüber, studierte es bisweilen und wunderte mich. Ja, ich wunderte mich – ich fragte mich, wie es sein konnte, dass es manchen Menschen so leicht fällt, sich fallen zu lassen. Sich aufzugeben, durchzuatmen, die Augen zu schließen. Ihr Gegenüber anzubeten und ihm einfach… die Zügel zu überlassen. Ich wollte das auch können.

Ich war in seltenen Augenblicken fast schon neidisch, so sehr wollte ich das auch können – bis ich erkannte, was hier eigentlich geschah. Ab diesem Augenblick war ich froh, dass ich meine Lektion in dieser Richtung bereits gelernt hatte. Aber von vorn.

Anbetung

Ich bin keine Frau, die einen Mann anbetet. Ich bin es einfach nicht – nicht einmal, wenn ich devot bin, wenn ich mitten in einer Session bin. Es ist auch nichts, was ich „spielen“ kann – ich kann das mit dem Knien und dem Handkuss nicht. Ich kann mich nicht für die bloße Existenz meines Gegenübers bedanken und auf den Boden schauen, während er seine Schlaginstrumente vorbereitet. Ich urteile nicht über diese Art des Spiels – aber das Meine ist es nicht.
Umgekehrt hingegen, als Frau O liegt die Sache ein wenig anders. Ich glaube zu einem großen Teil, dass es nicht weit hergeholt ist, dass weibliche und männliche Dominanz grundlegend anders funktionieren. Wenn ich als Frau dominant bin, hat mich noch keine Situation an eine eigene Session erinnert, in welcher ich devot war – nie. Ich mag es, wenn mein dominantes Gegenüber eher grob ist, brachial, mich aktiv unterwirft, mir Schmerz zufügt und mich erniedrigt. Das alles sind Dinge, die – in dieser Form – für mich umgekehrt als Frau O nie infrage kämen. Niemals würde ich einen Mann im Nacken packen und in die Knie zwingen. Ich möchte nicht durch körperliche Stärke unterwerfen – nicht nur, weil ich es vermutlich nicht schaffen würde, sondern weil ich es liebe, eine ganz andere Art der Macht auszuüben (übrigens glaube ich ja, dass das ein explizit für den Feminismus-Diskurs wichtiges Thema ist: Männer nutzen ihre Macht aus – häufig im Bereich von körperlicher Überlegenheit und der damit verbundenen, wohl noch aus der Vergangenheit übrig gebliebenen, vermeintlichen Schlussfolgerung, dass Frauen ihnen  folglich auch in anderen Bereichen nichts entgegenzusetzen hätten. Ich bin davon überzeugt, dass auch Frauen ihre eigenen Bereiche der Überlegenheit haben und ich finde, wir sollten anfangen, diese zu stärken und zu zelebrieren – natürlich nicht um Schaden anzurichten, sondern um uns selbst zu stärken. Aber das ist ein anderes Thema, zu dem ihr bald einiges mehr von mir lesen werdet als ich geplant hatte.)

Jedenfalls unterwerfe ich nicht körperlich oder gebe Befehle, die mein Gegenüber zwingend einhalten muss. Ich strebe eine Zustand an, in welchem mein Gegenüber freiwillig zu meinen Füßen liegt und sich mir so unterwirft, dass es obsolet wird, Befehle überhaupt aussprechen zu müssen.
Wenn ich dominiere, bin ich dabei subtil. Ich fühle mich… perfekt. Ich fühle mich wie eine Göttin. Eine schwarze, gefährliche Göttin, der man nicht den Rücken kehren sollte. Und ja, ich genieße es, wenn ein devoter Mann mich anbetet. Wenn er mir wortwörtlich zu Füßen liegt. Wenn er für meine Aufmerksamkeit so dankbar ist, dass er sich dafür quälen lässt, solange das nur bedeutet, ich wende mich ihm zu. Wenn er so lange warten muss, bis er wimmert. Wenn er den Boden verehrt, auf dem ich gehe und dankbar ist, die Sohle meines Schuhs ablecken zu dürfen.

Aber all das ist ein Spiel.

 

Wenn die Grenze verschwimmt

Ich muss zu jeder Sekunde wissen, dass die Verehrung, die jemand für mich empfindet (egal, wie ausgeprägt sie in einzelnen Momenten ist) nur Ausdruck der momentanen sexuellen Befriedigung ist. Soll heißen: wenn ein Mann irgendwann nicht mehr aus seiner Haut kann und beginnt, mich IMMER anzubeten, geht mir das zu weit. Es überschreitet eine Grenze. Übrigens eine, die mich aus persönlichen Gründen triggert. Anbetung, grenzenlose Verehrung und Vergötterung enden schnell in Hörigkeit, in Abhängigkeit. Menschen, die von mir abhängig sind (erneut: biografische Gründe) gehören zu meinen drei schlimmsten Triggern. Unter anderem deshalb ist es für mich häufig gar nicht so einfach, meine Dominanz in diesem Bereich auszuleben:

Versteht ihr? Wenn ich devot bin, bin ICH diejenige, die Grenzen zieht. Die sich fallen lässt, die die Führung abgibt und die sich in die Hände eines anderen begibt. Ich weiß, dass mir eine Art der Hörigkeit, wie ich sie leider (!) häufig in ungesunden BDSM-Beziehungen sehe, nicht passieren kann und wird. Dafür habe ich zu viel hinter mir – im Leben, in der Therapie, in Beziehungen. Ich habe keine Angst davor, in eine Abhängigkeit zu geraten – ich habe im Gegenteil seit Jahren vielmehr damit zu kämpfen, mich auf einen Menschen wieder ein wenig einzulassen.

Wenn ich hingegen dominant bin, habe ich die Kontrolle über Vieles – aber nicht darüber, wie schnell sich mein Gegenüber auf mich einlässt, nicht auf seine Gefühlswelt. Denn ja, ich will keine ONS, ich will keine einmaligen Spiel-Treffen. Die funktionieren für mich nicht und reizen mich in keine der beiden Richtungen. Ich bin in Bezug auf BDSM ausschließlich an länger andauernden, halbwegs regelmäßigen Spielbeziehungen interessiert, bei denen man sich kennenlernen und einspielen kann. DANN erst wird es doch interessant. Wenn ich das aber suche, bin ich darauf angewiesen, dass ein vermeintlicher Spiel-Partner, sich dahingehend selbst im Griff hat. Er seine eigenen Grenzen ziehen kann, sich nicht in einer solchen Beziehung verliert, und verinnerlicht hat, dass er – egal, was in einer Session oder an einem Abend passiert – noch immer ein eigenständiger, selbstbestimmter Mensch ist, der seine eigenen Entscheidungen trifft.
Natürlich kann ich das ein kleines bisschen steuern. Mit meinem Fiffi, von dem ich euch später erzählen will, handhabe ich das ähnlich. Ich bremse, wenn ich merke, er verliert sich und überstürzt. Ich halte auf Abstand, wenn es mir zu viel wird. Und vor allem erkläre ich ihm dabei, aus welchen Gründen ich das mache.

Es gibt auch ganz andere Mindfuck-Games, die ich zu spielen pflege und bei denen mein Gegenüber keinerlei Ahnung hat, was ich vorhabe, bis es tatsächlich eintritt. Aber bei dieser Sache hört der Spiel-Charakter in meinen Augen auf. Und BDSM ist für mich nun mal keine Lebensform, sondern ein Teil meines Lebens. Meines Sexlebens nämlich. BDSM hat mich viel für’s Leben gelehrt, hat mich selbstbewusster und sicherer werden lassen – aber auch wenn all das bisweilen Auswirkungen auf mein Alltags-Ich hat: es ist und bleibt für mich das Ausleben meiner Sexualität und nicht ein 24/7-Lebensstil. Ich will im Alltag weder einen Mann, der mir zu Füßen liegt – noch einen, der mich herumkommandiert.

Vor einiger Zeit habe ich mit der lieben @MarieMorau1988 ein interessantes Gespräch geführt: es ging um die Frage, weshalb wir beide den Eindruck haben, dass männliche Subs häufig dazu tendieren, die Grenze verschwimmen zu lassen. Häufig zu schnell „mehr“ zu wollen, aus ihrem Anbetungs-Modus nicht mehr ganz herauskommen.
Nach einigen Sätzen fiel uns beiden auf, dass genau das aber auch bei vielen weiblichen Subs ein schwieriges Thema ist und wir fragten uns, ob es an der Devotion an sich liegt.

Ist man in der devoten Rolle in gewisser Weise prädestiniert oder zumindest in größerem Risiko, die Grenzen zu verlieren?
Man lässt sich in einem gewissen Rahmen ganz bewusst fallen, übergibt sich ganz bewusst in die Hände eines anderen Menschen und sucht ja in gewisser Weise absichtlich dieses rauschartige Gefühl des Ausgeliefertseins. Was, wenn sich das so gut anfühlt, dass man mehr davon will? Wenn das Gegenüber den Eindruck erweckt, ebenfalls mehr davon zu wollen – verschmelzen zu wollen. Wenn es plötzlich heißt „ich will, dass du mir gehörst – ganz“ und solche Sätze einen plötzlich sehr tief innen treffen, an einem vielleicht wunden, einsamen, verletzten Punkt der Seele, den so viele von uns haben und der uns das Gefühl gibt, endlich angekommen zu sein. Endlich jemanden gefunden zu haben, der einen wertschätzt – der sogar will, das man ihm gehört.
Wenn es sich anfühlt, als sei man angekommen in seinem ganz persönlichen Liebesroman, von dem man insgeheim eben doch immer geträumt hat und der vor Leidenschaft und Seelenverwandtschaft nur so prickelt, weil beide gar nicht mehr ohne einander können und man plötzlich einfach alles für den anderen tun würde? Man über jede Grenze gehen würde, weil der Partner einem so viel Kraft zu geben scheint, dass man sich fühlt, als könne man jede Hürde nehmen, egal wie schmerzhaft, wie unangenehm sie ist? Wenn man nicht mehr weiß, wo man selbst aufhört und der andere anfängt und es sich plötzlich einfach nach Liebe anfühlt, wenn er einen an Grenzen treibt und darüber hinaus. Wenn man an dem Punkt angekommen ist, an dem man nicht nur Kinks auslebt, sondern seinem Gegenüber noch mehr geben will als nur seinen Körper. Wenn es sich plötzlich richtig anfühlt, wenn er Grenzen überschreitet, weil er einem so genau erklärt, weshalb er das getan hat? Wenn man seine eigenen Fehler mit einer solchen Klarheit einsieht, dass man froh und erleichtert ist, jemanden zu haben, der einem den richtigen Weg zeigt.
Wenn man so über die Maßen vertraut, dass man nicht mehr auf die eigenen Grenzen achten muss, weil der andere es macht? Nicht nur in der Session, sondern… immer.

Was, wenn ich plötzlich jemanden gefunden habe, bei dem ich mich so aufgehoben, so wertgeschätzt fühle, den ich so vergöttere, dass ich gar nicht mehr auf mich selbst aufpassen muss, weil mein Gegenüber das macht? Und dem ich im Gegenzug für diese Geborgenheit sogar erlaube, über jede meiner Grenzen zu gehen, weil er ohnehin besser weiß, was gut für mich ist, als ich selbst?

 

Ja.

 

Was dann?

 

Bevor ich meine persönliche Antwort auf diese Fragen gebe, möchte ich euch bitten, kurz innezuhalten und euch zu überlegen, welches Gefühl die letzten Zeilen in euch hervorgerufen haben.

Geht in euch und fragt euch, ob ihr gerade gern weitergelesen hättet, weil ihr vielleicht das Gefühl hattet, mitten in eine romantische Liebes-Vorstellung geraten zu sein. Oder habt ihr euch vielleicht selbst wiedererkannt? Kamen Erinnerungen hoch an etwas, das ihr von früher kennt? Habt ihr Wünsche entdeckt, Hoffnungen auf etwas, das ihr gern erleben würdet? Oder war es eher befremdlich und unangenehm? Und vor allem: weshalb?

Nun denn, ich will euch meine Meinung dazu verraten. Die Frage war:

Was, wenn ich plötzlich jemanden gefunden habe, bei dem ich mich so aufgehoben, so wertgeschätzt fühle, dass ich ihm dafür erlaube, über jede meiner Grenzen zu gehen, weil er ohnehin besser weiß, was gut für mich ist, als ich selbst? 

Dann, meine Lieben – ob männlich oder weiblich – solltet ihr dringend in euch gehen und überlegen, was gerade passiert. Denn (nach meiner völlig subjektiven, laienhaften Meinung, die niemand teilen muss) sind  99,99% aller Beziehung, die ich mit solchen Worten beschreiben kann, toxisch, manipulativ und ungesund.

Grenzen und Verantwortung

Egal, wie sehr ihr glaubt jemanden zu lieben, zu vergöttern, wie toll jemand ist, wie rauschhaft die Erlebnisse mit dieser Person sind und EGAL, wie verlockend die Vorstellung ist, jemanden gefunden zu haben, der einem die Verantwortung für sich selbst von den wunden, erschöpften Schultern nimmt – diese Vorstellung halte ich für eine Fantasie, die nicht in die Realität umsetzbar ist. Denn am Ende des Tages ist jeder gesunde, erwachsene Mensche für sich selbst verantwortlich. Und bei aller Liebe, bei allem Rausch, bei aller Ekstase und bei allem Verständnis für das Ausleben von Fantasien gibt es in meinen Augen eine allerletzte, kompromisslose Grenze – selbst für jene von uns, die gern an den eigenen Grenzen kratzen und sie ausweiten.

 

  • Niemals sollte ich aufhören, auf mich selbst aufzupassen. Egal, wie gut es sich anfühlt, devot zu sein und die Verantwortung vermeintlich abzugeben. In der Realität ist noch immer jeder für sich selbst verantwortlich.
  • Niemals sollte ich einem anderen Menschen erlauben, meine Grenzen nach dessen Gutdünken zu überschreiten. Es gibt – gerade im BDSM – Grenzgänge und auch bewusste, einvernehmliche Grenzüberschreitungen bei Limits, an die man sich mit der Zeit langsam herantastet. Aber ich selbst ziehe meine eigenen Grenzen und ohne meine Erlaubnis überschreitet sie niemand.
  • Niemals sollte ich mich selbst für einen anderen Menschen aufgeben, mir schaden, mich opfern oder meinen Lebensinhalt darin suchen, für einen anderen Menschen da zu sein.
  • Niemals sollte ich einem Menschen so uneingeschränkt vertrauen, dass ich dadurch jegliches Gefühl für mich selbst verliere und damit früher oder später von ihm abhängig werde. 

 

Und jetzt kommt der Witz an der Sache. Etwas, das ich aus eigener Erfahrung weiß und über das jeder, der die devote Seite unseres Wunderlands ab und an betritt, eingehend nachdenken sollte:

 

Wenn ein Mensch mich wirklich wertschätzt, dann würde er all diese Dinge nicht nur nicht verlangen – er würde sie gar nicht erst wollen

 


An dieser Stelle breche ich diese Ausführung vorerst ab, die in eine andere Richtung ging als ich ursprünglich geplant hatte, um nun in einer umso wichtigeren zu enden. In einigen Zeilen ging meine devote Seele wohl wieder mit mir durch und damit das Bedürfnis, allen devoten Menschen, die damit eine sexuelle Neigung ausleben, zu vermitteln, dass es Grenzen gibt und sie auf sich Acht geben sollen. Es gibt ein wichtiges, grundlegendes Prinzip im BDSM, das vielen nicht bewusst ist  – nicht genug:

Grenzen einzuhalten ist die Pflicht und Verantwortung meines Gegenübers.

Grenzen zu ziehen ist die Pflicht und Verantwortung von mir allein
– und diese Verantwortung trage ich für mich UND für mein Gegenüber.

 

Nun.
Verzeiht mir das Abschweifen – das Thema liegt mir einfach am Herzen.
Im nächsten Beitrag aber möchte ich konsequent aus meiner dominanten Rolle heraus schreiben und euch in diesem Zusammenhang die Geschichte erzählen, wie ich mir einen Hund anschaffte.

Interessanterweise hatte und habe ich noch immer gelegentlich ähnliche Probleme mit meinem Fiffi, der zu Beginn viel zu schnell viel zu bereit war. Der mir so schnell vertraut hat, dass es mich erschreckt hat. Der mir ein Maß an Macht über sich geben wollte, die ich ablehnte. Ich erklärte ihm, weshalb. Ich erklärte ihm, dass er lernen muss, angemessen zu vertrauen. Auf sich selbst Acht zu geben. Die eigenen Grenzen kennenzulernen und zu ziehen.

Denn erst dann, wenn Grenzen gezogen sind, können sie erweitert werden.

Wie es sich anfühlte, als er mir zum ersten Mal völlig überrascht, irritiert und unbeholfen gestand, dass er sich bei mir auf eine Art sicher fühlt, die er nicht kennt… das erzähle ich euch in meinem nächsten, etwas konkreteren Beitrag.

Bis dahin…

 

…immer schön brav sein, ja…? 😉

9 Kommentare

  1. Du bringst die Dinge einmal mehr sehr genau auf den Punkt. Danke Ophelia.
    Dein Fiffi wird Dir einfach blind vertrauen weil er genug Menschenkenntnis hat und sehr genau weiß wie gut er bei Dir aufgehoben ist. Das kenne ich von mir selber auch.
    Ich kann meine devote Seite gar nicht leben wenn Liebe im Spiel ist. Das passt irgendwie nicht.
    Es muss Bewunderung und Verehrung und Respekt im Spiel sein.
    Das ist politisch vielleicht nicht ganz korrekt sein. Für mich muss die Dame die mich dominiert und erniedrigt einfach wunderschön, gescheit und Anbetungswürdig sein. Lieben will ich sie nur in dem Moment. Nicht danach und auch nicht davor. Dann gebe ich nur zu gerne die Kontrolle ab und lasse mich zu gesellschaftlichen Tabubrüchen verleiten.

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  2. Ich kann deine Regeln nur unterschreiben. Ich versuche, sie in meine Romane einzubauen, in der Hoffnung, dass auch dieser Weg ein wenig Hilfe gibt. Auch wenn vermutlich so einige Doms jetzt aufschreien und protestieren, dass sie doch alleine die Verantwortung tragen „müssen“, sonst sei ja alles nur fake.
    Einer meiner dominanten Protagonisten sagt: „Du bestimmst. Ich bin nur der Dom.“ Das ist meine Meinung.

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  3. Meine Güte. Du triffst den Kern der Sache immer so dermaßen genau, und für mich persönlich bezgl meiner vormaligen „Beziehungen“ so schmerzhaft, auf den Punkt…
    Genau so ist es. Und just heute bin ich auf Twitter wieder über so einen Post gestolpert, der Subs genau das vermittelt, was du hier so richtig als toxisch und krankhaft darstellst. Man liest jeden Tag die Ergüsse, wie Sub sich zu verbiegen, und Dom zu verehren, und geradezu hörig zu sein hat, um „gut“ zu sein. Es ist zum Kotzen.

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    1. Ich weiß… Ich finde das mittlerweile nicht mehr nur zum Kotzen, sondern gefährlich. Oder mindestens bedenklich. Ich werd in dem Buch einiges über dieses Thema schreiben, weil ich glaube, dass hier die Basis für das meiste liegt, das in unserem Bereich schief geht.
      Übrigens: Ich hab einige ähnliche Nachrichten bekommen seit gestern. Dass meine Worte dazu führen, dass man sich selbst angesprochen fühlt und eigenes Verhalten, auch aus der Vergangenheit reflektiert. Ich bin froh, dass meine Worte das schaffen. Und ich selbst sage dann immer, dass ich das ebenfalls aus eigener Erfahrung kenne – wenn auch aus einem anderen Bereich.
      Ich denke… vielleicht muss man bestimmte Erfahrungen selbst gemacht haben, um den Mechanismus dahinter wirklich klar sehen zu können.
      Aber Aufklärung und Reden ist bei diesem Punkt in meinen Augen am wichtigsten, weil es die Wurzel für viele andere Schwierigkeiten ist..

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      1. Ganz genau. Das.
        Leider wird man halt oft erst aus Erfahrung, oder besser gesagt, aus Schäden, klüger.
        Aber wenn man neue Subs vorher über toxisches Verhalten und die Gefahren aufklären könnte, und dieser gottsjämmerlichen Denke kritisch begegnen, dann wäre viel gewonnen.
        Ich freu mich auf deine Ausführungen. Und das Buch. ❤

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